Barcamp – SchülerInnen gestalten ihre Konferenz

edulabs

Kurzbeschreibung:
Ein Barcamp ist ein Diskussions- und Veranstaltungsformat, dessen Inhalte und Ablauf von den Teilnehmenden zu Beginn selbst entwickelt werden. Diese (digital gestützte) Methode an der Schule anzuwenden stärkt Kreativität und Selbstwirksamkeit der Schüler*innen, und die Verantwortung für ihren Lernprozess.

Wirkungen und Lernziele:
Indem Schüler*innen in die Gestaltung ihres Lernprozesses eingebunden werden, stärkt die Methode schwerpunktmäßig partizipative und kollaborative Kompetenzen. Die Teilnehmenden erarbeiten sich eigene Themen, bieten “Workshops” an und stellen sich das Programm interessengeleitet zusammen. So entsteht ein nachhaltiger Gestaltungsspielraum in der Erarbeitung von Fachwissen. Auch Methodenkompetenzen werden gestärkt, indem das ‚Wie‘ der Workshopdurchführung geöffnet oder sogar frei gestellt wird. Anschlussstellen zu digitalen Schlüsselkompetenzen zeigen sich außerdem an der Schnittstelle zur Projektorganisation, die üblicherweise mit netzbasierten Tools wie Camper durchgeführt werden.

Empfehlungen und Tipps:
Barcamps können themengebunden im Klassenverband durchgeführt werden oder auch als größeres Projekt etwa im Rahmen von Projektwochen unter Einbezug der Schulöffentlichkeit (hier auch generationenübergreifend Eltern – Lehrer*innen – Schüler*innen) eingesetzt werden. Elemente können in den regulären Unterricht integriert werden. Inhaltlich eignen sich eher übergreifende Fragen wie die Gestaltung des Lernortes Schule, Mitbestimmung von Jugendlichen im Allgemeinen oder auch aktuelle politische und gesellschaftliche Fragestellungen. Auch wenn das Format daher in erster Linie für den Politik- und SoWi Unterricht passend erscheint, ist es dennoch für nahezu alle Fächer geeignet, in denen die Schüler*innen sich selbst Wissen erarbeiten können und Diskussionen und Austausch erwünscht ist.

Das Methodenset JUGEND-BARCAMPS – RESSOURCEN, TEXTE, TOOLS gibt einen praxisorientierten Leitfaden für die Durchführung von der BarCamp-Methode mit Jugendlichen an die Hand.